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Freilichtmuseen Bellum Aquilarum, Monte Piana und Cinque Torri

Die Dolomiten waren während des Ersten Weltkrieges Schauplatz heftiger militärischer Auseinandersetzungen. In Höhen bis über 3.000 Metern versuchten Österreicher und Italiener unter widrigsten Bedingungen ihre Stellungen zu verteidigen, auszubauen und neuen Raum zu erkämpfen. Eindrucksvolle Spuren auf den Bergen erinnern heute noch an dieser Auseinandersetzungen.

Bellum Aquilarum, ein historischer Verein gegen das Vergessen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Spuren des 1. Weltkrieges in den Südtiroler Dolomiten für die Nachwelt zu erhalten und zu diesem Zweck das Freilichtmuseum auf der Anderter Alpe, dem Basislager der österreichisch-ungarischen Soldaten, errichtet.

Der Besucher erhält Einblicke in die Höhenstellungen und Feldwachen auf der Rotwand und am Elferkofel, in die Bautätigkeit (Baracken, Seilbahnen) im hochalpinen Gelände und in den Alltag der Soldaten an der Gebirgsfront im schneereichen Winter 1916. Geführte Touren im Freilichtmuseum werden ab Mitte Juni bis Ende September angeboten. Ebenso aufschlussreich ist die Bezwingung der fast 3000 m hohen Rotwand auf dem sehr schönen Klettersteig, der ebenso an zahlreichen Kriegsresten vorbeiführt. 

Etwas weiter südlich, stellt der Monte Piana, mit seinem überwältigenden 360-Grad-Rundumblick, eines der attraktivsten Wanderziele der Dolomiten für Geschichtsinteressierte dar. Dort befand sich eine der schlimmsten Kriegsfronten des 1. Weltkrieges, und über 14.000 Soldaten mussten auf diesem Hochplateau ihr Leben lassen. Das Freilichtmuseum besteht aus zahlreichen Lauf- und Schützengräben, Galerien, Truppenstützpunkte und anderen geschichtsträchtigen Fundstücken. Es ist vom Misurinasee über die kurvenreiche und beeindruckende Trasse der alten Militärstraße entweder zu Fuß oder mit dem eigens eingerichteten Jeep-Shuttledienst erreichbar.

Drei Zinnen Wanderung

Das zeitlich letzte Freilichtmuseum wurde direkt unter den berühmten Cinque Torri bei Cortina errichtet. Hier befand sich im 1. Weltkrieg, aufgrund der außergewöhnlich guten Sicht auf die nahen Berggruppen, der Kommandositz der italienischen Artillerie. Um die Felsmassen verteilte man eine Reihe von Kanonen gegen die österreichischen Posten am Lagazuoi und der Festung Tre Sassi. Das Museum ist in wenigen Minuten mit einer modernen Sesselbahn erreichbar. Tonbandgeräte mit deutschen Erläuterungen können ausgeliehen werden, zudem werden die Ereignisse des Krieges durch Informationstafeln in deutscher Sprache illustriert.

Weitere Informationen zu interessanten Ausflügen in der Umgebung erhalten Sie an der Rezeption des Leitlhof DolomitenWir sind Ihnen gerne behilflich.