Leitlhof DE » Wellnesshotel in Südtirol » Hotel » Das ganze Jahr im Leitlhof » November » Kulinarik » Henne und Rössl - der örtliche Brauch zu Allerheiligen im November

Henne und Rössl

Im Tiroler Volksglauben war Allerheiligen einst jener Tag, an dem die „armen Seelen“ aus den Gluten des Fegfeuers befreit wurden und einen Tag lang ungehindert auf der Erde herumspazieren durften. Dieser ungewöhnliche „Ausgang“ endete mit dem „Schidungläuten“ am Allerseelentag. Am Nachmittag fand die feierliche Prozession rund um den Gottesacker (vielerorts drei Male) statt, an dem Alt und Jung teilnahmen.

Nach dem Allerseelenumgang war traditionell der Besuch der Patenkinder bei ihren „Goutln“ (Patinnen) angesagt. Wohlhabende Bäuerinnen hatten damals bis zu 20 – 30 Patenkinder, welche von ihr mit süßem Kaffee und mürbem Brot beglückt wurden. Jedes Kind erhielt außerdem einen Brotkranz aus Butterteig mit nach Hause, die Knaben in Form von Hasen, Hirschen oder Pferden, die Mädchen Hennen. 

Dieses locker-luftige Flechtwerk aus Butterhefeteig wird auch heute noch von vielen Bäckereien im Pustertal eigens für die Allerheiligenfeiertage angeboten und schmeckt zum Frühstück oder Brunch genauso gut wie zum Nachmittagstee.

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