Innichner Heilquellen

Die Heilquellen im Wildbad zwischen Innichen und Sexten gehören mit zum Ursprung der touristischen Geschichte des Dorfes.  Im Jahre 1586 wurde das Wildbad erstmals urkundlich erwähnt, jedoch reicht seine Geschichte bis in die Zeit der Römer zurück. Das heute nur noch als Ruine bestehende, aber einst pompöse Grand Hotel wurde im Jahre 1856 durch den ungarischen Arzt Dr. Johann Graf Scheiber erbaut und lockte bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs Adelige und Bürger aus dem Habsburger Reich an.

Hier befinden sich fünf Heilwasser-Quellen, die teilweise kommerziell genützt werden: Kaiserwasser, Lavaredo, Schwefelquelle, Eisenquelle und Candida. Der Name „Kaiserwasser“ erinnert gleich an mehrere Kaiser, die es hier während ihres Aufenthalts genossen haben: der österreichische Kaiser Karl und die deutschen Kaiser Wilhelm und Friedrich III.

Das Kaiserwasser, abgefüllt als Mineralwasser, hilft bei Magengeschwüren und Nierensteinen, Lavaredo eignet sich zur Behandlung von Magenentzündungen, das Wasser der Schwefelquelle für Bäder gegen Arthritis und gynäkologische Krankheiten, sowie Inhalationen gegen Asthma, Bronchitis und Hautkrankheiten, die Eisenquelle mit dem Wasser des Antoniusbrunnens besitzt Eigenschaften gegen Schwächezustände, Muskelkrämpfe und Frauenleiden.