Leitlhof-Kultur im September

Die Harpfe

Vielerorts sind sie schon aus dem Landschaftsbild verschwunden. Im Hochpustertal, in Osttirol und bis nach Kärnten findet man die „Harpfen“ aber immer noch in verschiedensten Formen. Die Rede ist von Holz-Konstruktionen auf den Feldern, die zum Trocknen des Heus, des Strohs oder auch der Maiskolbendienen.

Bleibt das Heu oder Getreide nach dem Schneiden am Boden liegen, zieht es weiterhin Feuchtigkeit aus dem Boden und ist den Witterungsbedingungen ausgeliefert. Um es effektiv trocknen zu können, wird es seit vielen Jahrhunderten an der sogenannten Harpfe aufgehängt.

Die Entwicklung der Harpfe

Mit denkbar einfachen Konstruktionen ging es los: Ein bis zu 3 m hoher Baumstamm, dessen Äste nicht ganz abgeschnitten waren wurde aufs Feld gestellt. Bald versuchte man, die Fläche fürs Trocknen zu vergrößern und spannte Holzlatten zwischen zwei dieser Baumstämme. Bald daraufhin wurde auch der Stamm durch Balken ersetzt und ein kleines Dach gegen den Regen kam hinzu.

 

Landschaftsprägend sind auch die „Schupfen“, hölzerne Hütten, die man ebenfalls bei Wanderungen und Radtouren rund ums Hotel Leitlhof findet.

Richtiges Trocknen

Um die hohe Qualität von Heu als Futtermittel für Rind und Pferd sicherzustellen, muss es möglichst schnell aber auch möglichst schonend getrocknet werden. Die Vorteile der Harpfe gegenüber der normalen Bodentrocknung liegen dabei auf der Hand.

Bei Ihren Wanderungen rund ums Hotel Leitlhof werden Sie immer wieder auf solche Holz-Konstruktionen stoßen, die im Spätsommer mit dem frisch getrockneten Gras behängt werden.

 

In manchen Teilen Südtirols und Österreichs bedeutet der Ausdruck „sich in die Harpfe haudn“, dass man schlafen geht.

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