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Südtirol: Kultur und Geschichte

Bewegte Geschichte. Erhaltenes Brauchtum

Ihre Urlaubsregion Hochpustertal hat eine äußerst bewegte Geschichte hinter sich, die auch die vielfältige Kulturlandschaft Südtirols prägte. Entdecken Sie das historisch und kulturell spannende Hochpustertal!

Die Region Südtirol ist seit der mittleren Steinzeit besiedelt. In den riesigen und dichten Wäldern des damaligen Europas waren die Flächen oberhalb der Baumgrenzen wichtig für den Menschen. Zudem waren die Täler sumpfig und unwirtlich, die Malariagefahr war groß. Deswegen ließen sich die Menschen anfangs an den Hängen nieder. Langsam besiedelten sie die Haupttäler und erlebten in der Bronzezeit durch den Kupferbergbau den ersten wirklichen Aufschwung. Der berühmteste Fund aus dieser Zeit ist die Gletschermumie „Ötzi“, die auf der Grenze zum Nordtiroler Ötztal gefunden wurde und heute in Bozen bewundert werden kann. Seit der Römerzeit durchlebt Südtirol eine äußerst bewegte Geschichte. Viele verschiedene Völker, Stämme und Herrscher kamen im Laufe der Zeit nach Südtirol, stritten um das Land und führten Kriege.

10. September 1919: Das ehemalig-österreichische Südtirol wird mit dem Vertrag von Saint-Germain zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkrieges an das Königreich Italien angeschlossen.

Immer schon wurde das Gebiet südlich des Brenners innerhalb der umliegenden Großmächte herumgereicht. Zwischen 1804 und 1867 gehörte Tirol, mit ein paar Jahren napoleonischer Unterbrechung, zum Kaisertum Österreich.

Ab 1867 war Tirol als Ganzes Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Der große Umschwung

In den Jahren des Ersten Weltkrieges waren Italien und das Hochpustertal in einen blutigen und äußerst aufwendigen Gebirgskrieg verstrickt, unter anderem die Sextner Rotwand wurde zum Schauplatz des erbitterten Stellungskrieges.

Die neue Geschichte Südtirols beginnt erst, nachdem Österreich-Ungarn den Ersten Weltkrieg verloren hatte und Südtirol in der Folge von Italien besetzt und schließlich im Jahr 1919 auch annektiert wurde. Somit wurde Südtirol zur nördlichsten Region Italiens.

Land der Freiheitskämpfer

Anfang des 19. Jahrhunderts kämpften zahlreiche namhafte Freiheitskämpfer, allen voran der dadurch berühmt gewordene Andreas Hofer, um die Freiheit des Landes, das damals noch unter bayrisch–französischer Herrschaft stand.

Aber auch vor, während und vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg kam Südtirol nicht zur Ruhe. In den ersten Jahren der italienischen Regierung zogen immer wieder italienische Faschistengruppen durch Südtirol und zerstörten alles, das an die Doppelmonarchie erinnerte.

Unter dem faschistischen Diktator Mussolini wurde die Italianisierung auf den Weg gebracht: Alles Österreichische sollte aus Südtirol verschwinden. Die deutsche Sprache wurde aus den Schulen und dem öffentlichen Leben verbannt, Namen wurden ins italienische übersetzt, Bürger wurden dazu gedrängt Südtirol zu verlassen und „heimzukehren in das Deutsche Reich“, diejenigen die blieben, galten fortan als Bürger zweiter Klasse und wurden von den Italienern massiv unterdrückt.  

Besonders die 1960er-Jahre gingen als „Bombenjahre“ in die Geschichte ein. Südtiroler Aktivisten sprengten in der gesamten Region Strommasten, um damit international ein Zeichen gegen die Unterdrückung und die Unzufriedenheit in Südtirol zu setzten.

Erst in den 1990er-Jahren kehrte schließlich mit dem Paket zur Südtirolautonomie politische Ruhe in Südtirol ein, die bis heute andauert.

Die Bewahrung der Kultur

Trotz der zahlreichen Verbote und der initiierten „Italienisierung“ des Landes hielt sich das traditionelle Brauchtum der Tiroler. Die Folklore wird von allen Gästen sehr geliebt und auch sehr geschätzt. Heute lebt die italienische, ladinische und deutsche Sprachgruppe friedlich zusammen und Gemeinsames wurde auch unter anderem durch den gegenseitigen Respekt gefunden. Gerade dadurch ist die Urlaubsregion Hochpustertal kulturell, geschichtlich und landschaftlich äußerst sehens – und erlebenswert.

Leitlhof-Tipp:

Wer sich genauer für dieses Thema interessiert, dem empfehlen wir das Volkskundemuseum in Dietenheim und das Museum DoloMythos zum Weltnaturerbe Dolomiten in Innichen.

Und wer sich schon vor dem Urlaub über einen Teil der Geschichte in Südtirol informieren will, dem empfehlen wir die erfolgreiche Verfilmung des Romans von Josef Zoderer „Verkaufte Heimat. Eine Südtiroler Familiensaga. TV-Film in vier Teilen.“ von Felix Mitterer (1989-94).

Senden Sie uns schon jetzt eine unverbindliche Anfrage für Ihren Urlaub im Hochpustertal in den Sextner Dolomiten. Ihre Gastgeberfamilie Mühlmann freut sich auf Ihren Besuch!